Montag, 18. Januar 2010
VHD: Mit richtiger Dämmung bleibt Eiseskälte draußen Ob wir wollen oder nicht, der in diesem Jahr so harte Winter wird wohl noch eine Weile
anhalten. Zwar weiß niemand so genau, ob es nicht doch bald wieder taut; das Eigenheim
auf Energieschlupflöcher zu überprüfen, lohnt sich aber allemal. Der Verband Holzfaser
Dämmstoffe (VHD) rät Besitzern älterer, energetisch bislang unsanierter Häuser,
Thermografieaufnahmen der Gebäudehülle anfertigen zu lassen. Energieberater,
Zimmerei- und Stuckateurbetriebe ebenso wie viele Energieversorger bieten diese
Dienstleistung an. Der Vorteil: Für vergleichsweise geringe Kosten weiß man danach ganz
genau, in welchen Bereichen der Fassade und des Dachs die meiste Raumwärme
entweicht.
"Thermografieaufnahmen liefern ein objektives Bild der Wärmedurchlässigkeit der
Gebäudehülle. Auf dieser Basis lässt sich bewusst entscheiden, ob das Nachdämmen
einzelner Energieschlupflöcher genügt oder ob das Aufdämmen der kompletten
Gebäudehülle sinnvoller erscheint", erläutert Dr.-Ing. Tobias Wiegand, Geschäftsführer des
Verbandes Holzfaser Dämmstoffe (VHD) in Wuppertal. Ziel nachträglicher
Dämmmaßnahmen muss ein Wärmebedarf des Hauses sein, der den Anforderungen der
seit Oktober geltenden neuen Energieeinspar-Verordnung (EnEV) entspricht.
Sobald sich die Außentemperaturen dem Gefrierpunkt nähern, ist es für das Abdichten von
Rissen und anderen Schäden an den Außenwände aber zu spät: Mindestens plus fünf Grad
Celsius muss das Thermometer für Verputzarbeiten anzeigen. Das systematische Beheben
von Fassadenschäden aller Art, die mit den Jahren entstanden sind, wird dann
notgedrungen auf das Frühjahr "vertagt". Das ist insofern kontraproduktiv, als die per
Wärmebildkamera ermittelten Energieschlupflöcher bis zum Ende der Heizperiode bestehen
bleiben müssen und aufwändig erzeugte Verbrennungswärme weiterhin entweicht.
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