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Mittwoch, 09. Dezember 2009

Frische Luft unterm Dach

Kein anderer Bereich im Haus hat laut Mitteilung der Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung (HEA) in den vergangenen Jahren einen so starken Nutzungswandel erfahren wie das Dachgeschoss. Hier entstehe immer häufiger ein Arbeitszimmer, ein Gästeraum oder einfach zusätzliche Wohnfläche. Und das relativ günstig, da keine zusätzlichen Grundstückskosten anfallen. Nicht sparen sollte man allerdings bei der Hauswärmetechnik, die aus der gewonnenen Fläche behaglichen, auch energetisch modernen Wohnraum macht, so die Fachgemeinschaft. Im Vorfeld ist deshalb eine umfassende Planung erforderlich. Neben den baurechtlichen Bestimmungen, zum Beispiel in Bezug auf die Dämmung, umfasst ein Dachausbau meist auch eine Erweiterung der Elektroinstallation, der Warmwasserbereitung und ein zweckmäßiges Lüftungskonzept.

In Bezug auf Dämmung und Fenster sind die Anforderungen seit 1. Oktober mit der neuen Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) deutlich verschärft worden. Bei diesen hohen Standards ist laut HEA meist auch eine so hohe Luftdichtigkeit gegeben, dass kein natürlicher Luftaustausch mehr erfolgt. Eine altbautypische Lüftung über Ritzen und undichte Fenster findet nicht mehr statt. Gerade unterm Dach hängt die Wohnqualität deshalb erheblich von einer effizienten Lüftung ab. "Ein Wohnungslüftungssystem mit kontrollierter Wärmerückgewinnung sorgt für einen kontinuierlichen Luftaustausch und damit ein angenehmes Raumklima", weiß Michael Conradi von der Initiative WÄRME+ der HEA. "Außerdem senkt es auch den Energieverbrauch deutlich, weil es die Wärme aus der austretenden Luft energie- und kostensparend wiederverwendet." Alternativ können in jedem Raum Lüftungsheizgeräte mit Wärmerückgewinnung installiert werden. Sie lassen Frischluft vorgewärmt in den Raum strömen; ein Luftfilter hält Staub, Pollen und andere Verunreinigungen zurück. Besonders im Sommer, wenn unterm Dach hohe Temperaturen entstehen können, sorgt die Wohnraumlüftung für ein angenehmes Raumklima. Aber auch im Winter, wenn die Raumluft wärmer ist als die Außenluft, verhindert eine Lüftung, dass sich im Dachgeschoss Feuchtigkeit oder Schimmel bilden, so die HEA abschließend.


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